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Der Außenwirtschaftsverkehr ist frei. Dennoch unterliegen Exporte in Drittländer zahlreichen Bedingungen und selbst harmlos anmutende Waren können Ausfuhrbeschränkungen unterliegen. Jeder Exporteur ist verpflichtet, Warenempfänger, Bestimmungsland sowie Verwendungszweck andere warenbezogene Beschränkungen (Dual-Use etc.) zu prüfen. Durch das modernisierte Außenwirtschaftsrecht wurde die Bedeutung der Exportkontrolle nochmals verschärft.

 

Zielsetzung

Die Teilnehmer erhalten zunächst einen Überblick über die Systematik der Exportkontrolle. Im Anschluss wird die konkrete Anwendung anhand praktischer Beispiele behandelt. Im Mittelpunkt steht die Umsetzung des erlernten Wissens in die Praxis.

Zielgruppe

Sachbearbeiter in den Abteilungen Vertriebsinnendienst, Export- und Versandabwicklung sowie Fach- und Führungskräfte, die einen kompakten Einstieg in die komplexe Materie suchen, außerdem Auszubildende (Groß- und Außenhandel und Industriekaufleute) im 3. Ausbildungsjahr.

Inhalte des Seminars

  1. Einführung in die Exportkontrolle
    • Systematik und Struktur der Exportkontrolle
    • Grundbegriffe, Definitionen, Rechtsvorschriften
    • Zusammenhänge Zoll, BAFA, Abgrenzung der US-Re-Exportkontrolle
  2. Länderbezogene Exportkontrolle
    • Teilembargos, Waffenembargos, Finanzsanktionen
    • Überblick zu aktuellen Länderembargos
    • Hinweise zur Abwicklung, insbesondere kritische Länder
  3. Personenbezogene Exportkontrolle
    • Sanktionierte Personen und Organisationen („Terrorlisten“)
    •  VO (EG) 881/ 2002 sowie Recherchemöglichkeiten
  4. Güterbezogene Exportkontrolle
    • EG-Dual-Use-VO, Ausfuhrliste, Anti-Folter-VO
    • Umgang mit dem Umschlüsselungsverzeichnis und mit dem EZT-Online, Ermittlung der korrekten Genehmigungscodierungen (Y901, Y906 etc.), Abwicklung in ATLAS
    • Kenntnisbegriff, kritische Endverwendungen, catch-all-Klauseln, „Red Flags“
    • Elektronische Medien (Downloads, Uploads, Serverbereitstellung, Cloud Computing), Ersatzteillieferungen, Warenzusammenstellungen, Handels- und Vermittlungsgeschäfte, Dienstleistungen, Technologietransfer
  5. Genehmigungsverfahren beim BAFA
    • Antragsstellung im ELAN K2
    • Einzelgenehmigungen, Allgemeine Genehmigungen, Nullbescheide, Auskunft zur Güterliste
  6. Organisation der Exportkontrolle im Unternehmen
    • Ausfuhrverantwortlicher/ Exportkontrollbeauftragter
    • Innerbetriebliche Exportkontrolle, ICP (Internal Compliance Programme)
    • Straf- und Bußgeldvorschriften, sanktionsbefreiende Selbstanzeige


Selbstverständlich sind alle Seminare auch als Inhouse-Veranstaltung buchbar!

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